Fünf Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Betrugs mit wertvollen Büchern
Bei Durchsuchungen wegen Betrugs mit wertvollen Büchern in vier Bundesländern haben Ermittler fünf Menschen festgenommen. Sie sollen Teil einer Bande gewesen sein, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mitteilte. Die Gruppe soll seit 2022 mindestens 370 Opfer um elf Millionen Euro betrogen haben.
Opfer waren vor allem ältere Menschen, die glaubten, wertvolle Bücher zu besitzen - sogenannte Faksimiles. Die Bandenmitglieder sollen ihnen jeweils vorgespielt haben, einen Käufer für ihre Bücher gefunden zu haben. Dieser seit bereit, horrende Summen dafür zu zahlen.
Dadurch wurden die Opfer dazu gebracht, angeblich nötige Vorauszahlungen für Transport und Versicherungen zu zahlen oder Kredite dafür aufzunehmen. Die Gruppe soll hochprofessionell und arbeitsteilig vorgegangen sein.
Als Hauptbeschuldigter gilt ein 36-Jähriger aus Unterfranken. Er soll andere Bandenmitglieder bei den Taten angeleitet haben. Er wurde festgenommen, genau wie drei weitere Männer. Sie sollen als sogenannte Vertriebspartner direkt mit den Opfern kommuniziert haben. Die Ermittler nahmen zudem in Frankfurt eine Frau fest, welche die Opfer kontaktiert haben soll.
P.Gil--BT