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Nach fehlgeschlagener Hinrichtung in den USA: Christa Pike ist wieder im Gefängnis
Nach fehlgeschlagener Hinrichtung in den USA: Christa Pike ist wieder im Gefängnis / Foto: Handout - Tennessee Department of Correction/AFP/Archiv

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung in den USA: Christa Pike ist wieder im Gefängnis

Die US-Todeskandidatin Christa Pike ist zehn Tage nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung zurück ins Gefängnis gebracht worden. Wie Pikes Anwälte am Samstag mitteilten, wurde die verurteilte Mörderin aus dem Krankenhaus entlassen und wird nun im Gefängnis weiter medizinisch versorgt. Sie bedanke sich bei den Ersthelfern und Ärzten für die Behandlung "unter diesen außergewöhnlichen Umständen".

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Die 50-jährige Pike hatte am Mittwoch vergangener Woche in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee zwei Injektionen mit dem normalerweise tödlichen Mittel Pentobarbital überlebt. Sie wurde daraufhin in eine Klinik gebracht und künstlich beatmet. Kurz bevor sie wegen mutmaßlichen Hirntods von den lebenserhaltenden Geräten getrennt wurde, wachte sie jedoch am Dienstag wieder auf.

Pike war 1995 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Klassenkameradin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Pikes Anwälte führten an, dass sie die Tat im Alter von nur 18 Jahren begangen und als Opfer langjährigen sexuellen Missbrauchs unter psychischen Problemen gelitten habe.

Seit der fehlgeschlagenen Hinrichtung wird in den USA wieder intensiv über die Todesstrafe diskutiert. Befeuert wurde die Debatte durch die Ankündigung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, die Exekution des Attentäters Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando live zu übertragen.

Der frühere US-Armeepsychiater war 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt hatte. Der muslimische US-Bürger palästinensischer Herkunft feuerte nach eigenen Angaben 2009 auf seine Kameraden, weil diese in Afghanistan Krieg gegen andere Muslime führten. Seit der Tat sitzt Hasan wegen einer Wirbelsäulenverletzung im Rollstuhl. Hingerichtet werden soll er am 3. Dezember in Fort Hood.

E.Lopez--BT