Israel wird Partner des Pazifischen Inselforums
Israel ist neuer Partner des Pazifischen Inselforums (PIF). Die Zusammenarbeit mit der 18 Mitglieder zählenden ozeanischen Regionalorganisation werde sich insbesondere auf Wasserwirtschaft, Meerwasserentsalzung, Landwirtschaft und die Anpassung an den Klimawandel konzentrieren, teilte das israelische Außenministerium am Mittwoch mit. Israel erhält demnach den Status eines sektoralen Partners des Forums.
Die Ankündigung fiel mit einem Besuch der Leiterin der israelischen Entwicklungshilfeagentur Maschaw, Eynat Schlein, auf Fidschi und Samoa zusammen. Die Kooperation solle auch Innovationen und nachhaltige Entwicklung umfassen, erklärte das Außenministerium. In einem Beitrag im Onlinedienst Facebook verwies das Pazifische Inselforum auf Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Zusammenarbeit. Eine AFP-Anfrage zu Israels neuem Status beantwortete es zunächst nicht.
Dem Forum gehören 18 Staaten und Gebiete an, darunter Australien, Neuseeland, Fidschi und Französisch-Polynesien. Die Region ist zunehmend Schauplatz eines geopolitischen Wettstreits um wirtschaftlichen und militärischen Einfluss. Zu den bislang rund 30 Entwicklungspartnern gehören unter anderem die USA, China, Frankreich und Großbritannien. Im September besiegelten die Mitglieder eine Neuordnung ihrer Partnerschaften mit Ländern außerhalb der Region.
Israel hat seine Beziehungen zu den Pazifikstaaten zuletzt ausgebaut. Im September eröffnete der Inselstaat Nauru eine Botschaft in Jerusalem. Auch Papua-Neuguinea und Fidschi gehören zu den wenigen Ländern, die dort eine Botschaft eröffnet haben. Samoa plant ebenfalls einen solchen Schritt.
Israel eröffnete seinerseits in diesem Jahr eine Botschaft auf Fidschi, die zugleich für neun weitere pazifische Inselstaaten zuständig ist. Israels Außenminister Gideon Saar hatte im Juni den Sitz des Pazifischen Inselforums in Suva besucht.
Mehrere pazifische Inselstaaten zählen auf internationaler Ebene zu den verlässlichsten Unterstützern Israels.
D.Restrepo--BT