Goldrausch bei Para-EM: Titel für Semechin, Engel und Böttcher
Dank Elena Semechin, Taliso Engel und Gina Böttcher hat das deutsche Schwimm-Team seine Goldjagd bei den Para-Europameisterschaften im türkischen Kocaeli erfolgreich fortgesetzt. Semechin und Engel siegten jeweils über 100 Meter Brust (SB13), Böttcher in der Startklasse S4 über 100 m Freistil.
Für Semechin, die bei den Paralympics in Paris 2024 wie Engel Gold gewonnen hatte, war es die erste Medaille bei einem internationalen Großereignis nach einer Baby-Pause. "Ich hatte ein sehr herausforderndes Jahr als frische Mama und musste mich erstmal eingrooven. Die Goldmedaille ist die Belohnung für die Arbeit", sagte die 32-Jährige.
Engel (24) setzte seine beeindruckende Serie fort, seit dem WM-Gold 2019 hat er bei allen Welt- und Europameisterschaften sowie Paralympics Gold geholt. "Ich versuche, mich nicht auf den Erfolgen auszuruhen", sagte er nach seinem dritten EM-Gold in Serie.
Am Montag hatte zum Auftakt die inkomplett querschnittsgelähmte Paralympics-Siegerin Tanja Scholz über 50 m Brust triumphiert, das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) steht damit nach zwei Wettkampftagen bei viermal Gold.
Silber sicherten sich am Dienstag Paralympics-Sieger Josia Topf über 150 Meter Lagen (SM3) und Mira Jeanne Maack über 100 Meter Rücken (S8). Verena Schott, die am Vortag über 100 m Rücken in der Startklasse S6 Silber geholt hatte, ließ über 100 Meter Freistil Bronze folgen. Auch Philip Hebmüller gewann über 100 m Brust (SB13) Bronze.
Der DBS tritt beim bis Samstag laufenden Jahreshöhepunkt mit 22 Sportlerinnen und Sportlern an, es ist das größte internationale Aufgebot seit 15 Jahren.
A.Nunez--BT