Vogel verpasst historischen Grand-Slam-Titel
Richard Vogel hat die historische Chance auf den Grand-Slam-Titel im Springreiten verpasst. Nur ein Sieg im Großen Preis von Calgary hätte dem 29 Jahre alten Welt- und Europameister die historische Auszeichnung inklusive Millionenprämie eingebracht, auf dem Parcours in Kanada landete der Weltranglistenerste mit seinem Erfolgspferd United Touch jedoch lediglich auf Rang fünf.
Nach einem fehlerlosen ersten Umlauf fiel im zweiten eine Stange. Im Stechen leistete sich Vogel erneut einen Abwurf - Aus war der Traum. Bester Reiter am Sonntagnachmittag kanadischer Zeit war auf der Reitsportanlage in Spruce Meadows der Brite Ben Maher, der vor Lillie Keenan (USA) und dem Schweizer Steve Guerdat (Schweiz) gewann und sich 933.000 Euro für den Tagessieg sicherte.
Das Konzept des "Grand Slams" besteht im Springsport erst seit 2013, drei von vier Springen der vierteiligen Turnierserie muss ein Reiter in Folge gewinnen, um neben dem Bonus von einer Million auch den silbernen Siegerpokal in die Höhe stemmen zu dürfen. Bislang gelang dies nur dem britischen Doppel-Olympiasieger Scott Brash vor elf Jahren.
Vogel hatte sich mit Siegen beim Großen Preis von Aachen und im niederländischen 's-Hertogenbosch in Stellung gebracht - seit dem Triumph Brashs hatte zuvor kein anderer Reiter überhaupt zwei von vier der schwersten Prüfungen der Welt nacheinander gewonnen.
Im Dezember geht die Serie beim Großen Preis von Genf in der Schweiz weiter, die Augen werden dann auf den neuen "Anwärter" Maher gerichtet sein.
N.Echeverri--BT