Merz verteidigt Reformkurs: "Wir holen nach, was wir längst hätten machen müssen"
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die geplanten Sozialreformen verteidigt und dabei insbesondere junge Menschen in den Blick genommen. "Wir holen jetzt nach, was wir längst hätten machen müssen", sagte Merz am Donnerstag in Berlin. "Und die Sozialdemokraten gehen mit uns diesen Weg."
Die junge Generation stelle sich zu Recht die Frage, ob das Wohlstandsversprechen, das "für mindestens drei Generationen in Deutschland eingehalten wurde", noch immer gelte, sagte der Kanzler bei einer CDU-Veranstaltung. "Diese Frage, welche Perspektive hat diese Generation, diese Frage, die müssen wir heute neu beantworten."
Es seien die jungen Menschen, "für die wir Politik machen", sagte der Kanzler. "Wir machen es doch nicht für uns. Wir machen es für diejenigen, die nach uns kommen und die völlig zu Recht die Frage stellen, ist dieses Haus Deutschland noch sicher, ist es noch frei und gibt es mir die Chancen, die ich gerne für mein Leben in der Gestaltung meines Lebens hätte?"
Die geplante Rentenreform nehme "niemandem etwas weg", betonte der Kanzler. Sie gebe der jungen Generation vielmehr "erstmalig die Chance, eine Rente aufzubauen, die nicht nur aus den Umlagen ihrer Kinder besteht, sondern die jetzt einen Kapitalstock in der Rentenversicherung aufbaut, so wie es andere Länder in Europa und darüber hinaus seit Jahrzehnten machen".
Mit den Reformen in der Pflege- und Krankenversicherung sowie auf dem Arbeitsmarkt würden neue Chancen eröffnet - "insbesondere für diejenigen, die von unserem Staat erwarten, dass er ihnen Sicherheit, Freiheit und Perspektive eröffnet".
B.Ocampo--BT